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November 2011Die Rückbesinnung der Kurorte auf ihre wahren WerteIn den deutschen Heilbädern und Kurorten könnten jetzt im Herbst
die Aktionstage nur so laufen: 29. Oktober Welt-Psoriasis-Tag, seit 1.
November die Herzwoche – kein Zweifel, dass da weit über 100
Mineral- und Kneippheilbäder ideale Anwendungen bieten. Dann am 5.
November der Magen-Darm-Tag – da können auch weit über
hundert Heilbäder und Kurorte mit entsprechenden Anwendungen und
Naturheilmitteln dienen. Am 14. November folgt noch der Welt-Diabetes-Tag
– auch ein Schwerpunkt für viele Heilbäder. Und noch zum
Welt- Rheuma-Tag, zum Welttag der Frauenleiden, der Nieren und ableitenden
Harnwege sowie der Nerven und der Haut könnten ebenfalls Aktionen
stattfinden – dann wären doch alle der über 300 Heilbäder
und Kurorte allein in diesen Monaten mit Aktionen abgedeckt.... Trendsetter für die neue KurDass die Kurorte immer wieder auf die Zeit neu eingehen, zeigte die Herbstversammlung der 30 hessischen Heilbäder und Kurorte in Bad König im Odenwald. Hier wurde die Devise ausgegeben: Die Rückbesinnung auf die eigenen Werte hat zur Rückbesinnung auf die Kur geführt – unabhängig davon wie lange sie dauert und wie sie finanziert wird. Darum erklärte auch der Vorsitzende des hessischen Verbandes Ronald Gundlach: Unsere Heilbäder setzen auf die neue Kur, denn nimmt man es genau, sind schließlich die viel beschriebenen Angebote wie Wellness ein Teil der Kur. „Warum also den Trends hinterher laufen, wenn die Heilbäder und Kurorte doch nach wie vor die Trendsetter sind?“ Außerdem wurde beschlossen, dass der sehr kreative Marketing-Ausschuss
unter der Leitung von Kurgeschäftsführer Albin Galandt (Bad
Salzschlirf) den Internet-Auftritt überarbeiten wird und dieser ein
noch ansprechenderes modernes Design mit leichter Nutzungsführung
erhält. Aspekte für die Kur der ZukunftUnd damit dies auch umfassend klar wird, hat der Verband besprochen, mit der „neuen Kur“ vor allem Senioren über 55 Jahre, aber auch die 35- bis 55-Jährigen anzusprechen, zudem mit speziellen Angeboten auch Singles, Frauen und Kinder. Und damit das noch leichter transportiert werden kann, wurden in Bad König in einem Seminar drei Aspekten für aktive Kommunikation und Kreativität erarbeitet mit: „Von der Kurverwaltung zur Tourist-Information“ – „Organisiert und gut geplant“ sowie „Zusammen sind wir stark – schick das Stadtmarketing in die Kur“. Wie wichtig und erfolgreich Heilbäder und Kurorte für die Wirtschaft
dieses Bundeslandes sind, zeigten ganz klar auch die Zahlen: Mehr als
2,4 Millionen Gästeankünfte und 9,4 Millionen Übernachtungen
– und damit 28 Prozent aller gesamthessischen Übernachtungen
– und auch die Zwischenbilanz für 2011 sieht schon gut aus.
Interessant auch, welche Ausländergruppen erfasst wurden: Niederlande,
Dänemark, Belgien, Großbritannien, Irland, Schweiz, Spanien,
Italien, Frankreich, die Arabischen Emirate und Russland. DZT bewirbt NaturheilmethodenDazu trägt sicherlich auch das Themenjahr „Gesundheit“ der Deutschen Zentrale für Tourismus bei, das in den letzten Werbe-Aktionen auch Fango, Felke und Moor vorgestellt hatte – wobei Bad Sobernheim, einst Wirkungsstätte der berühmten heilkundigen Hildegard von Bingen, das einzige Felkeheilbad in Deutschland ist. Und natürlich widmet sich die DZT auch den Kneipp- und Schrothkuren – zwei außerordentlichen Angeboten, die in Deutschland ihren Ursprung haben – beim weltbekannten Pfarrer Sebastian Kneipp in Bad Wörishofen und bei dem „Naturheiler“ Johann Schroth aus Schlesien. Er entdeckte die heilsame Wirkung von kalten, sich am Körper erwärmenden feuchten Umschlägen und entwickelte einen Ganzkörperwickel. Ein weiteres Element seiner Schrothkur, die Diät mit „Trockentagen", entnahm er Beobachtungen an erkranktem Vieh, das dann das Futter verweigerte, kaum trank und sich wenig bewegte. Diese Methode zeigte offenbar Erfolge, und Schroth geriet bald in den Ruf, ein „Wunderdoktor" zu sein. Schon zu Lebzeiten Schroths gab es neben Lobeshymnen auch heftige Kritik, vor allem von Medizinern. Heute ist Oberstaufen das einzige Schrothheilbad in unserem Land. Seit
mehr als 60 Jahren werden da erfolgreich mit reizarmer, veganer Kost Beschwerden
wie beispielsweise Herz-Kreislauf-Krankheiten, Diabetes Typ II, Burn-out-Syndrom
und Stoffwechselstörungen behandelt. Kneipp-Anwendungen sind keine Kneipp-KurBei den Kneippkuren ist natürlich Bad Wörishofen immer noch führend. Experten wie Dr. Heinz Leuchtgens, Präsident der Ärztegesellschaft für Präventionsmedizin und klassische Naturheilverfahren (Kneippärztebund) legen dabei Wert auf die Unterscheidung zwischen Kur und Anwendungen. Letztere werden in Hotels und Thermen angeboten, man kann sie auch zu Hause machen. „Die Kneipp-Kur dagegen ist eine therapeutische Maßnahme, die bei bestimmten Beschwerden hilft. Entsprechende Indikationen sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, orthopädische Beschwerden und vegetative Störungen. Vor allem weisen die Fachleute darauf hin, dass Kneipp-Kuren längst
nicht mehr nur Wasseranwendungen sind sondern vor allem Wechselbäder
und -güsse, die aus längeren warmen Intervallen bestehen, welche
von kurzen Kaltreizen unterbrochen werden. Außerdem werde die Kneipp-Kur
gleich von fünf Säulen getragen - von Heilkräutern, Bewegung,
Ernährung und der Ordnungstherapie, die eine gesunde Lebensführung
zum Ziel hat. Leuchtgens sieht die Kneipptherapie dabei als Komplementärmedizin,
die zur Schulmedizin gehört. 107. Deutscher BädertagWenn Sie diesen Dienst bekommen, ist gerade der 107. Deutsche Bädertag in Bad Krozingen unter dem Motto „Kur must go on! - wir stärken die Gesundheit" mit den Themen Prävention, Gesundheitstourismus und Kur zu Ende gegangen. Darauf gehen wir in der nächsten Ausgabe ein. -ass- Neuerscheinung"Magen- und Darmbeschwerden natürlich behandeln" Bauchschmerzen, Verstopfung, Durchfall, Sodbrennen, Völlegefühl, Reizdarm, Übelkeit: rund um Magen und Darm gibt es vielerlei Beschwerden. Genauso zahlreich können die Gründe für das Unwohlgefühl sein – sie reichen von falscher Ernährung bis hin zu zuviel Stress. Häufig verschwinden die Beschwerden von selbst. Problematisch wird es, wenn die Symptome zum Dauerzustand werden. Ärzte verschreiben dann oft chemische Präparate. Diese haben zum Teil heftige Nebenwirkungen, können abhängig machen oder wirken nur eine begrenzte Zeit. An die Wurzel der Beschwerden geht man oft nicht heran. Natürlich, sanft und wirksam weist dieser Ratgeber Betroffenen den ganzheitlichen Weg zu einer gesunden Verdauung. In diesem Buch zeigt die Diplom-Biologin und Ernährungswissenschaftlerin Dr. Andrea Flemmer wie die Verdauung funktioniert und erklärt die Ursachen von Beschwerden. Die Ernährungsexpertin weiß, welche einfachen Hausmittel, Heilkräuter und Pflanzen die verschiedenen Symptome lindern oder heilen können. Der Darm wird optimal unterstützt und gestärkt – ganz ohne synthetische Arzneimittel, dafür sehr natürlich und nachhaltig. Alle Behandlungsmethoden beruhen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Dr. Andrea Flemmer, Magen- und Darmbeschwerden natürlich behandeln Einfache Therapien, die wirklich helfen, 154 Seiten, 54 Farbfotos, ISBN 978-3-89993-618-6, E-Book ISBN 978-3-8426-8358-7 (pdf), € 16,95. |
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