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Dezember 2009 - Januar 2010

Wachstumsmotor Gesundheit

Kurdirektoren optimistisch fürs 21. Jahrhundert

Als größte Branche in Deutschland und damit als Wachstumsmotor für das 21. Jahrhundert ist die Gesundheitswirtschaft (und zwar mit einem Gesamtvolumen von nicht weniger als 291 Milliarden Euro und 4,4 Millionen Beschäftigten) nach wie vor erfolgreich, wie laut Mitteilung des Deutschen Heilbäderverbands (DHV) eine Umfrage unter 200 Kurorten und Heilbädern ergab. 80 Prozent der Heilbäder und Kurorte sehen danach der Zukunft positiv entgegen.

Dem überreizten Menschen helfen

„In die eigene Gesundheit zu investieren liegt im Trend“, resümiert dazu der DHV. „Die deutschen Kurorte und Heilbäder sind Gesundheitskompetenzzentren, die den überreizten Menschen ganzheitlich ansprechen, betont DHV-Präsident Dr. Gerd Müller. „Nur hier werden gesunde Ernährung, Bewegung, Schönheits- und Körperpflege unter fachgerechter medizinischer Aufsicht kombiniert. Die Prädikate Kurort und Heilbad stehen für höchste Qualität im Gesundheitstourismus“.

Innovativer Gesundheitstourismus

Zugleich sind die Heilbäder und Kurorte auch wesentliche Faktoren des Deutschlandtourismus. Das untermauert ein zweijähriges Projekt „Innovativer Gesundheitstourismus in Deutschland“ des Deutschen Tourismusverbandes DTV. Zunächst werden entsprechende Angebote und Netzwerke erhoben und geprüft. Dann sind eine Internetseite zu diesem Thema und permanente Kommunikation zwischen den Interessierten vorgesehen. Nach Auswertung der Best-Practice-Beispiele werden die Ergebnisse auf regionalen Zukunftskonferenzen präsentiert - und zum Abschluss dann bundesweit thematisiert. Dabei ist für das Frühjahr 2011 ein nationaler Gesundheitstourismuskongress in Berlin terminiert. Erheblich gefördert wird das Projekt vom Bundeswirtschaftsministerium, begleitet von Krankenkassen und Landestourismusorganisationen, aber auch von Reiseveranstaltern, Hochschulen sowie der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) und dem Deutschen Heilbäderverband.

Die Kompaktkur: Reha und Kur optimal verbunden

Gegen viele Gesundheitsprobleme unserer Zeit gibt es bei den bekanntesten deutschen Heilbädern Kompaktkuren als Schlüssel für unbeschwertes, gesund-aktives Leben. Diese gezielte Therapie wird immer exakt ausgerichtet auf bestimmte Gesundheitsprobleme. Kompaktkuren verbinden die hohe Therapiequalität eines klassischen Reha-Aufenthaltes mit der Freiheit der ambulanten Badekur. Neue Mitglieder dieser Interessengemeinschaft Kompaktkuren wurden jetzt in Berlin vorgestellt, darunter Bad Soden-Salmünster (etwa mit den Indikationen Metabolisches Syndrom und Osteoporose), Friedrichskoog, Bad Bertrich, sowie in Bad Salzschlirf die Tomesa-Fachklinik (mit den Indikationen Hautkrankheiten sowie orthopädische und rheumatische Erkrankungen des Bewegungsapparates). Kompaktkuren gibt es bisher für nicht weniger als 30 Krankheitsbilder. (Katalog bei Kompaktkur-Zentrale, Bahnhofstr.46, 93161 Sinzig, www.kompaktkur.de, Tel. 0180/3805500.)

Premiummarke für Gesundheitsbewusste

Eine neue Adresse für Gesundheitsbewusste ist jetzt online: ww.medingermany.tv. Die neue „Premiummarke No. 1 - med in Germany®" soll in staatlich anerkannten Heilbädern und Kurorten Gesundheitstourismus auf höchstmöglichem Qualitätsniveau sichern. Sie steht für Prävention, medizinische Rehabilitation und Medical Wellness und wird ab sofort an Hotels ab 3-Sterne-Plus und medizinische Kompetenzzentren vergeben. Zum Partnernetzwerk von med in germany zählt neben dem Bundesministerium für Gesundheit auch die AGR (Aktion Gesunder Rücken).

Noch mehr Qualität

„Für stationäre Rehabilitation gibt es außerdem seit dem 1. Oktober ein neues, einrichtungsinternes Qualitätsmanagement“ wie der Verband Deutscher Kurörtlicher Betriebe e.V. (VDKB) mitteilt. Die neuen Vorgaben dürften ab dem ersten Quartal 2010 auch für die ambulante Rehabilitation und die stationäre Vorsorge sowie für ambulante Vorsorgeleistungen im Kurort ( = offene Badekur) gelten, weil noch Anfang Dezember der Deutsche Arbeitskreis Medical Wellness die endgültigen Definitionen für ein zertifiziertes Qualitätsmanagement festlegt. Dort sind alle in diesem Bereich aktiven Verbände vertreten. Die einschlägigen Vereinbarungen für die klassischen ambulanten kurörtlichen Vorsorgeleistungen erfassen dann auch alle so genannten „Heilmittelerbringer“ (Physiotherapeuten, Masseure u.dgl.), die im Rahmen eines „kurärztlichen Behandlungsplanes“ tätig werden.

Enttäuscht: Kein Präventionsgesetz

Enttäuscht ist der VDKB allerdings, dass es in der neuen Regierungskoalition kein eigenes Gesetz zur Prävention geben wird. Die Verbände des Kurwesens seien sich ja einig in der Forderung, dass die klassische offene, ambulante Badekur Pflichtleistung der Krankenkassen werden soll. Eine von den Krankenkassen vorgelegte Statistik über die Behandlung von Kuranträgen erlaube jedoch leider keine echte Beurteilung der Situation.

Für die Pollenzeit vorplanen

Auch wenn der Winter noch gar nicht so richtig begonnen hat – ein gesunder Blick in die Zukunft kann nicht schaden. So laden die Heilklimatischen Kurorte bereits zum Frühjahrsputz im Heilklima ein – in allergenarmer Luft so richtig durchatmen und den Organismus entschlacken, dem Pollenflug aus dem Weg gehen und mit viel Bewegung den Kreislauf anregen. Beim Verband der heilklimatischen Kurorte Deutschlands, Kurverwaltung 78141 Schönwald im Schwarzwald, www.heilklima.de, gibt es auch tagesaktuelle Pollenvorhersagen für die unterschiedlichen Regionen. -ass

 
 
   


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