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Oktober 2009

Weltrheumatag am 12. Oktober

Vorbeugen und verhüten - Präventionsgesetz wichtig für die Heilbäder

Im Kurbereich wird umfassend von Prävention gesprochen - also von der rechtzeitigen Vorbeugung und Verhütung von Krankheiten. So schreibt der Heilbäderverband Niedersachsen in einer kürzlich veröffentlichten Mitteilung: "Gesundheitsprävention gehört weiterhin zu den großen Themen. Prävention basiert auf den Säulen Bewegung, Ernährung und Entspannung, ergänzt um Kommunikation und Empowerment (Selbstkompetenz). Es wird dabei unterschieden zwischen Angeboten mit mindestens einwöchigem Aufenthalt im Kurort und Präventionsangeboten im oder am Wohnort".

Hilfe fürs Herz auch in der Heide

Präventionsangebote werden von den Krankenkassen anteilig finanziell bezuschusst (80 Prozent der Kosten, aber nicht mehr als 75 Euro) - oder können eben auch privat finanziert werden.

Als besondere Präventionsmöglichkeiten werden da beispielsweise angeboten ein Adipositas-Programm für Kinder und betriebliche Gesundheitsvorsorge in Bad Pyrmont, ein Herz-Programm in Bad Bevensen, beginnend mit einem intensiven Kardio-check-up und Entwicklung individueller Strategie. Dafür stehen 13 Termine zur Verfügung, drei davon allein für Frauen.

Zusammen mit der Kaufmännischen Krankenkasse KKH-Allianz andererseits bietet die GeTour GmbH in Bad Münder ein fünftägiges Gesundheitsprogramm "Nordic Walking und Progressive Muskelentspannung".

Moderne Kompetenzzentren im Süden

Auch im Süden Deutschlands, etwa in Bayern, wird betont: Wir sind Ihre aktiven Gesundheitspartner und setzen mit modernen Kompetenzzentren für Kur, Reha, Prävention und Medical Wellness Maßstäbe in Sachen Gesundheitsurlaub. Und es wird auch gleich bundesweit geworben: "Ihr umfassendes Leistungsangebot, die hohe Professionalität und Qualität sowie die starke Gästeorientierung sind konkurrenzlos. In den deutschen Kurzentren findet jeder ein auf seine speziellen Bedürfnisse abgestimmtes Gesundheitskonzept. Beispielsweise werden in Bayerns Bädern klassische Kurformen wie Moor- und Fangobehandlungen, Trink-, Bade- und Klimakuren oder die Kurformen der Gesundheitspioniere Kneipp und Schroth mit vielfältigen Entspannungstechniken, innovativen Trainingsmethoden und neuen Therapieformen kombiniert."

Und wo bleibt das Gesetz?

Doch wie könnte es mit der Prävention - diese sollte ja schon längst in Gesetzesform gefasst werden, weiter gehen? Auch im Vorfeld der Bundestagswahl ging es natürlich um gezielte Vorbeugung im Gesundheitswesen. Dafür hatte der Deutsche Heilbäderverband eine Übersicht "Prävention in den Programmen der Parteien zur Bundestagswahl 2009" zusammengestellt. Und da heißt es beispielsweise bei der SPD, dass sie eine Stärkung der Primärprävention durch ein Präventionsgesetz will. Auch beim Bündnis 90/Die Grünen wird auf ein Präventionsgesetz hingewiesen, und auch die Linke fordert ein Präventionsgesetz. Bei der CDU/CSU heißt es: Wir "setzen auf Stärkung der Eigenverantwortung, Vorsorge und Prävention" - ein Gesetz dafür ist hier nicht erwähnt, obwohl ja DHV-Präsident Dr. Gerd Müller in diesem Parteienverbund zumindest in der letzten Regierung als parlamentarischer Staatssekretär eine wichtige Stellung einnahm. Es wird also auch für den Bäderbereich spannend, welche endgültigen Regierungskonstellationen ausgehandelt werden können.

Neue Ziele bei Terrainkur unter der Zugspitze

Etwas Zeit bleibt ja, bis auf der großen Herbst-Mitgliederversammlung des Deutschen Heilbäderverbandes (DHV) am 23. und 24. Oktober 2009 in Garmisch-Partenkirchen "Grundsteine für die weitere Arbeit des DHV in Berlin gelegt werden", so der Präsident. Dort am Fuße der Zugspitze mit dem besonderen Heilklima und der speziell entwickelten Heilklima-Kur Garmisch-Partenkirchen, einem der 15 Heilklimatischen Kurorte der Premium-Class in Deutschland, wo gesunde Luft längst nicht alles ist. Wer dort zur Kur kommt, den erwartet ein individuell ausgearbeitetes Programm zum Fit werden. Und: optimale Bedingungen mit der Spezialität "Heilklimatische Bewegungstherapie“ - auch Klimakur oder Terrainkur genannt. Das Prinzip ist einfach: Gezielte Bewegung an der frischen Luft macht fit! Gemeinsam mit dem Gast checken Fachärzte die individuelle Belastbarkeit, wählen dann die erfahrenen Klimatherapeuten die individuellen Wanderrouten aus - zugeschnitten auf den speziellen Gesundheitszustand. Wobei sich diese ambulante Kur sowohl zur Vorsorge als auch zur Rehabilitation eignet: Funktionelle Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Koronar- und Stoffwechselerkrankungen können ebenso wirkungsvoll therapiert werden - wie auch Beschwerden des Bewegungs- und Stützapparates. Auch bei Erkrankungen der Atmungsorgane und der Haut sowie bei Wetterfühligkeit oder Immunschwäche helfen Wandern und gezielt eingesetzte Klimareize.

Markus Schneid neuer DHV-Geschäftsführer

Natürlich sind die Mitglieder des DHV auch gespannt auf den neuen Geschäftsführer Markus Schneid, (36, Jura, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Büroleiter im Bundestag sowie auch Studium zum PR-Berater), der am 15. September 2009 sein Amt antrat. Er löste Bodo K. Scholz nach acht Jahren in dieser Position ab. Somit ist dann für den DHV die Zeit des Umbruchs so ziemlich abgeschlossen - wobei auch der Umzug von Bonn nach Berlin mitten ins Regierungsviertel in diesem Jahr eines der äußerem Zeichen für den Neuanfang des DHV war.

-ass-

 
 
   


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